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Gute Landing Pages Erstellen: So Wird’s Gemacht

Gute Landing Pages erstellen: So wird’s gemacht

Wenn jemand online etwas sucht und auf Ihre Website gelangt, dann ist die Landing Page die Seite, die der Besucher als erstes sieht. Genau für diesen so wichtigen, ersten Eindruck müssen Sie eine gute Landing Page erstellen, die den Erwartungen des Besuchers entspricht. Gelingt das nicht, haben Sie verloren und sehen den Besucher nie wieder. Hier lesen Sie, was eine gute Landing Page ausmacht.

Was ist eine Landing Pages?

Wenn Sie eine Landing Page erstellen, dann verfolgen Sie damit immer ein klares Ziel: Sie wollen Conversions generieren. Der Besucher soll gezielt handeln, also zum Beispiel ein Produkt kaufen, eine Kontaktanfrage stellt oder Ihren Newsletter abonnieren.

Gelangt der Besucher auf Ihre Landing Page, kennt er Ihr Unternehmen und Ihr Angebot meist noch nicht. Darum kommt es jetzt auf den ersten Eindruck an: Ist das Design ansprechend? Ist die Seite übersichtlich? Sieht sie vertrauenswürdig aus? Ist der Zusammenhang mit der Suchanfrage klar erkennbar? Kommt der Besucher leicht zum Ziel?

Eine gute Landing Page muss immer einen direkten Bezug zur Anzeige (oder dem Google-Snippet) haben, über welche der Nutzer auf die Landing Page gekommen ist und dem Besucher die von ihm gewünschen Informationen und Handlungsmöglichkeiten bieten.Es dem Besucher leicht zu machen, ist der Kern der Sache.

Wie gut ist eine Landing Page?

Wie gut Ihre Landing Page ist, finden Sie mit dem Kofferraumtest heraus. Den Test hat der Usability-Experte Steve Krug erfunden.
Stellen Sie sich vor, Sie werden in einen Kofferraum gepackt, herumgefahren und steigen dann wieder aus: Was brauchen Sie, um sich zu orientieren?

Bei einer Landing Page sind das diese Elemente:

  • Name und Logo der Firma
    Bei wem bin ich hier?
  • Name der Seite und Überschrift
    Wo bin ich?
  • Menü
    Was finde ich hier alles?
  • „Sie sind hier“
    Wo auf der Webseite bin ich gerade?

Wenn das intuitiv und übersichtlich ist, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. „Don’t make me think“ heißt nicht nur Krugs Bestseller, das ist auch der Leitsatz für die Gestaltung der User Experience (UX) einer Landing Page.

Landing Page Beispiel Toggl

Aufbau von Landing Pages

Für den Aufbau einer Landing Page gibt es leider keine Formel. Neben den oben angegeneben Elemente aus dem Kofferraumtest, sollten Sie bei der Konzeption und Erstellung der Landing Page folgendes beachten:

Hier müssen Sie ein gutes Händchen beweisen, den Bilder erreichen uns besser als Texte und lösen Emotionen aus.

Das wichtigste Bild ist das Produktbild, auch Hero-Shot genannt. Nehmen Sie ein großes, professionelles Bild, das den Besucher anspricht. Und überlegen Sie, wie Sie ihr Angebot kreativ, originell und packend illustrieren können. Der Hero-Shot kann auch ein Video sein

Inhalt

Der Text ist das Rückgrat Ihrer Landing Page. Sie brauchen eine Überschrift, Einleitung und eine Unique Value Proposition (UVP), die den einzigartigen Nutzen Ihrer Produkte oder Dienstleistungen kurz und bündig erklärt.

Darüber hinaus sind gute Gründe für den Kauf und Details zum Produkt sinnvoll.
Bleiben Sie eher sachlich (nicht trocken) und beschreiben Sie, was der Besucher hier sieht und warum das für ihn genau das Richtige ist.

Sprache

Vermeiden Sie zu viel Werbesprache und leere Phrasen wie: „Mit uns erklimmen Sie die nächste Stufe.“ oder „Mit unseren Innovationen und unserem Wissen können Sie Trends aufspüren und schnell reagieren.“
Machen Sie es nicht wie manche US-amerikanischen Landing Pages und finden Sie alles „großartig“, „einzigartig“ und „unerreicht“. Ein deutsches Publikum wird bei solchen Adjektiven skeptisch, vor allem im B2B-Bereich. Sie wollen ja ernst genommen werden.

Länge

Wie lang der Text sein sollte, lässt sich nicht allgemein sagen. Ein komplexes Produkt muss mehr Fragen beantworten als ein simples und braucht daher eine längere Beschreibung.

Landing Pages im Suchmaschinenmarketing (SEM) kommen in der Regel mit weniger Text aus als SEO Landing Pages.

Der Text sollte grundsätzlich so lang sein, wie es der Inhalt erfordert, um für den Leser verständlich zu sein. Heben Sie immer die wichtigen Produkteigenschaften und das Alleinstellungsmerkmal (Unique Value Proposition) klar hervor, verstecken Sie diese nicht irgendwo im Text. Call to Actions brauchen Sie natürlich auch. Dazu lesen Sie unten mehr.

Denken Sie daran, dass der Besucher Sie in der Regel nicht kennt. Er weiß nicht, ob er Ihnen vertrauen kann, darum müssen Sie ihm beweisen, dass er bei Ihnen in guten Händen ist.

Nehmen Sie Zertifikate und Gütesiegel auf, zitieren Sie zufriedene Kunden, zeigen Sie, dass Sie Testsieger sind, oder auch, dass Sie sich sozial oder für die Umwelt engagieren.
Zeigen Sie, dass bei Ihnen alles transparent ist, dass Sie ein Fair-Trade-Siegel haben, dass Sie Ihre Energie aus erneuerbaren Ressourcen beziehen, dass sie Social-Media-Erfolge haben (Social Proof),…
Alles, was Ihnen in dieser Richtung einfällt, hilft Vertrauen zu schaffen. Und wenn der Kunde etwas kauft und Sie davon einen Cent in die Rettung des Regenwaldes investieren, schaffen Sie noch einen weiteren Anreiz für ihn.

Jetzt geht’s um die Wurst: Sagen Sie dem Besucher, was er tun soll, zum Beispiel „Jetzt bestellen“, nicht nur „Zur Kasse gehen“.

Wenn Ihre Landing Page viele Informationen enthält und dadurch länger ist, dann bauen Sie mehrere Call to Actions ein. Immer dann, wenn ein Sinn-Abschnitt endet und ein neuer beginnt. Ein Call to Action sollte für den Besucher immer in Reichweite sein.

Der Call to Action steht selten alleine. Er wird oft vorbereitet durch einen Lead-in und einen Lead-out. Der Lead-in bereitet den Besucher mit einem kurzen Text aufs Klicken vor, der Lead-out weist zum Beispiel auf die Datensicherheit bei der Bezahlung hin und will letzte Bedenken ausräumen. Seien Sie klar und eindeutig, damit der Besucher immer weiß, woran er ist und was er tun soll.

Wie sieht ein Call to Action aus?

Call to Actions werden häufig als Button dargestellt. Aber auch ein reiner Textlink ohne grafische Hervorhebung kann ein Call to Action sein.

Egal ob Button oder Textlink, entscheidend ist, dass er deutlich sichtbar platziert wird.  Er sollte für den Besucher immer in Reichweite sein, in der Nähe des Alleinstellungsmerkmals (UVP) stehen und im Imperativ formuliert sein, zum Beispiel: „Jetzt weiterlesen“.

Optimal ist es, wenn der Call to Action den Gedanken des Lesers beendet, der anfängt mit „Ich möchte…“. „Ich möchte Download“ funktioniert nicht so gut, oder? Besser klingt „Ich möchte … jetzt den Newsletter abonnieren“. Der Satz ergibt auch Sinn, wenn „Ich möchte“ fehlt oder gar kein Kontext vorhanden wäre. Buttons mit „Download“ erschließen sich nur aus dem Kontext und sind deswegen schwächer. Auch hier gilt: „Don’t make me think.“

Beispiele für gelungene Elemente von Landing Pages

Wie sollte eine Landing Page jetzt konkret aussehen, wo gehört das Logo hin, wo der Hero-Shot, der USP, wo der Call to Action?

Hier mit einem Beispiel zu kommen wäre nicht seriös. Denn eine Landing Page, die Schuhe verkaufen will, braucht einen anderen Aufbau als eine, die Dienstleistungen anbietet und eine Landing Page, die dem Branding dient, hat vielleicht nur eine Headline, ein Bild und einen Button.

Aber wofür wir gute Beispiele geben können ist die Umsetzung einzelner Elemente:

Logo und Call to Action

Landing Page Beispiel Logo CTA

In diesem Beispiel ist das Firmenlogo oben links platziert. Dem Besucher fällt es sofort auf und er weiß eindeutig, von welcher Firma die Website ist. Das Logo hat einen hohen Wiedererkennungswert.

Direkt darunter zeigt die Überschrift dem Besucher, wo er ist und worum es geht. Der Vorspann ist sehr kurz und erklärt dem Besucher, welche Dienstleitung angeboten wird und dass er bei diesem Unternehmen richtig ist, wenn er ein Onlinehändler ist.

Die Einleitung ist zugleich der Lead-in für den Call to Action. Dieser ist als Button dargestellt und enthält eine klare Handlungsaufforderung „Jetzt starten“. Der Call to Action ist er farblich deutlich hervorgehoben und gut sichtbar.
Links daneben befindet sich die Eingabeaufforderung für die E-Mail-Adresse und darunter der Lead-out. Dort werden mit Schlagwörtern wie „kostenlos“ „ganz ohne Risiko“, „Kreditkarte ist nicht erforderlich“ die Bedenken des Besuchers ausgeräumt.

Diese sehr einfach gehaltenen Landing Pages, sind bei Dienstleistern derzeit im Trend. Alles ist auf einen Blick zu erfassen und es gibt sofort einen Call to Action.
Das Problem dabei ist, dass sich der Besucher kaum informieren kann. Emotionen sind zwar wichtiger als der Verstand, aber ganz hungern sollte der auch nicht. Besucher geben eher ihre Daten an Sie weiter, wenn sie sich vorher informieren können. Dafür gibt es im nächsten Abschnitt ein gutes Beispiel.

Überschrift, Einleitung und UVP

Landing Page Beispiel Überschrift & Einleitung

Ziel dieser Landing Page ist der Verkauf des Ratgebers. In der Überschrift wird nicht nur erklärt, worum es geht, sie enthält auch direkt einen Call to Action („Starte jetzt“) und das Versprechen, etwas Eigenes erschaffen zu können, worauf man stolz sein kann – wer will das nicht?

Die Einleitung will Vertrauen erwecken und erklärt dem Besucher, dass er zu schlau ist, um auf falsche Versprechen hereinzufallen. Dann erfährt er, dass er auf dieser Seite genau richtig ist und kann entweder kaufen oder mehr erfahren.

Klickt er auf „Mehr erfahren“, springt die Seite zum Punkt „Deine Vorteile auf einen Blick“, der schon unten auf der Seite beginnt. Das Alleinstellungsmerkmal ist indirekt in der Einleitung auch schon enthalten, nämlich das Versprechen, mit diesem Buch den kürzesten Weg zum eigenen Blog zu finden und damit auch noch Geld zu verdienen.

Anschließend wird es direkt in sechs Stichpunkten ausgeführt:

Landing Page Beispiel UVP

Es gibt allerdings eine Einschränkung: Der Schreibstil.

Nicht jeder wird gerne gleich geduzt und lässt sich von einem Fremden sagen, wie smart er ist. Überlegen Sie sich, wenn Sie Ihre Zielgruppe klar definiert haben, wie sehr Sie sprachlich auf sie eingehen wollen und wo Sie die Grenze ziehen.

Hero-Shot

Landing Page Beispiel Hero Shot

Das Produktbild hier zeigt nicht einfach das Produkt, sondern ermöglicht der Betrachterin, sich vorzustellen, wie sie das tut, wofür sie das Produkt kauft: Ein anstrengendes Yoga-Workout absolvieren, dabei gut aussehen und sich darüber hinaus keine weiteren Gedanken machen.

Das Bild ist vom Licht bis zur Perspektive professionell konzipiert – auch der Kopf fehlt nicht grundlos. Mit dem Bild macht der Verkäufer etwas richtig. Er erkennt, was die Kundin eigentlich will: Sie will keine Hose kaufen, sondern Yoga machen – ähnlich wie jemand, der eine Bohrmaschine kauft, keine Bohrmaschine möchte, sondern etwas an der Wand aufhängen will und dafür ein Loch in der Wand braucht.

Zeigen Sie Ihren Kunden auf Ihrem Produktbild, dass Sie verstehen, welches Problem der Kunde mit dem Produkt lösen will und dass Ihr Produkt dafür genau das richtige ist.

Vertrauen schaffen

Landing Page Beispiel Vetrauen schaffen

Auf dieser Landing Page sehen Sie ein starkes Beispiel dafür, wie bei einem Besucher Vertrauen geschaffen werden kann.
In der Kopfzeile sehen Sie neben dem Firmenlogo gewonnene Auszeichnungen und unter dem Produktbild werden seriöse Referenzen vorgestellt. So rahmen vertrauensbildende Elemente das Produkt ein.
Links neben dem Buch wird der „100 PunktePlan“ sogar als Siegerabzeichen designt. Was der Besucher hier auf einen Blick sieht: Hier geht es seriös zu, das Produkt wird mit den Auszeichnungen verbunden und die Referenzen unten zeigen, dass schon branchenrelevante Medien auf das Produkt aufmerksam geworden sind. So werden auch die letzten Bedenken ausgeräumt.

Typische Fehler bei Landing Pages vermeiden

Den entscheidende Fehler, den viele Unternehmen machen, müssen Sie vermeiden, wenn Sie eine gute Landing Page erstellen wollen: Denken Sie bei der Erstellung der Landing Page nicht als Unternehmen, denken Sie als Kunde, der gerade aus dem Kofferraum ausgestiegen ist.

Ein Unternehmen möchte sein Produkt oft ganz präzise mit allen Details beschreiben, ein Kunde will das beim ersten Eindruck oft gar nicht wissen. Sagen Sie ihm – besser noch, zeigen sie ihm, was Ihr Produkt kann, nicht, wie es das genau macht. Kurz und bündig und dann auf zumCall to Action. Ein bisschen so, wie Sie Ihrem Chef ein neues Projekt schmackhaft machen würden – der interessiert sich auch nicht für die Details, sondern für die Möglichkeiten.

Wenn Sie jemandem eine Waschmaschine verkaufen wollen, erzählen Sie nicht, welches Trommelvolumen sie hat, sondern was sie alles für ihn tun kann, wie schnell und wie sauber sie welche Arten von Wäsche wäscht. Das ist die Lösung für das Problem des Kunden. Aus dem Trommelvolumen muss der Kunde erst den Nutzen für sich ableiten und das widerspricht dem Don’t-Make-Me-Think-Prinzip.

Übrigens, was glauben Sie, bei welcher Seite steigende Besucherzahlen am meisten bedeuten? Homepage? Landing Page? Es ist eine ganz schlichte Seite mit nur einem zentralen Satz: „Vielen Dank für Ihre Bestellung.“ Wenn der Besucher diese Seite erreicht hat, haben Sie die entscheidende Conversion erzielt. Dort wollen Sie ihn hinbringen, also nehmen Sie keine Umwege: Kurze Formulare, nur die unbedingt nötigen Felder (Wenn die Betreffzeile „Bestellung“ ist, braucht das kein Mensch) und klare Kommunikation des Nutzens.

Gestalten Sie Ihre individuelle Landing Page

Mit unseren Beispielen haben Sie nun einen Eindruck davon gewonnen, wie man die einzelnen Landing Page Elemente effektiv und ansprechend gestalten kann.
Aber die beste Lösung für Ihre Landing Page ist immer eine individuelle, genau auf Ihr Produkt, Ziele und Zielgruppen zugeschnittene Landing Page.

Darum lassen Sie sich gerne inspirieren, aber denken Sie immer frei. Auch eine noch so gute Kopie bleibt immer eine Kopie.

Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung oder Optimierung Ihrer Landing Pages? Wir helfen Ihnen gerne! Kontaktieren Sie uns jetzt!

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miserabelschlechtokgutsuper (3 Abstimmungen, durchschnittliche Bewertung: 5,00 von 5 Punkten)
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