SEO & Webdesign
– Ärger mit Agenturen?

Kategorien: Know How, SEO, Click Effect

Für einen Artikel in der iBusiness fragte uns Sebastian Halm nach unseren Erfahrungen mit Webagenturen.

Gute Frage, denn wir haben wirklich oft mit Webagenturen zu tun. Die Erfahrungen sind durchaus vielfältig, sie reichen von begeisterter Kooperation bis zu verstockter Weigerung.

Kurz vorab der Rahmen: Click Effect macht nur SEM & SEO. Durchaus auch mal Conversion-Optimierung, Web-Statistiken und andere verwandte Gebiete, aber wir bauen keine Websites. Nicht mal unsere eigene, die haben wir ganz bewusst extern entwickeln lassen.

Aber für die Optimierung (und in geringerem Maße für das SEM) haben wir doch oft mit der Wegagentur unserer Kunden zu tun. Natürlich sagt jede Webagentur, die etwas auf sich hält, dass sie SEO kann.
Nur versteht unter „können“ jeder etwas anderes.

Meistens geht es bei der Zusammenarbeit gut und konstruktiv zu. Wenn es schief geht, dann oft an den folgenden Stellen:

Veraltetes Halbwissen

Mit „füllen Sie die Meta-Tags aus“ ist heute keinem mehr geholfen. Doch leider hört man solche Dinge recht häufig. Jemand hat sich etwas angelesen, schaut was die Software kann und meint, das müsse jetzt reichen.
Glücklicherweise sind die meisten Kunden recht gut informiert und erkennen selbst, wenn ihre Agentur ins schwimmen gerät. An sich nicht schlimm, aber man sollte dann auch dazu stehen.

Unpassendes CMS

Allzu oft arbeitet die Agentur mit einem bestimmten CMS, das einige Beschränkungen aufweist.
„Wenn man nur einen Hammer hat, sieht bald alles wie ein Nagel aus“, aber das entschuldigt nicht, ungeeignete Technik zu verwenden. Größte Freude sind die URLs, die heutzutage „eigentlich“ in jedem CMS sauber und anpassbar sein sollten. Auch Tags, die sich nicht editieren lassen, oder schlechte Menüs gehen auf das Konto des CMS.

Designer ohne Hintergrundwissen

Eine Überschrift ist nicht nur ein gestalterisches Element, ihr Inhalt sagt auch etwas über den Inhalt der folgt aus. Doch fast immer werden in HTML Dinge als „Überschrift“ formatiert, die höchstens kleine Bereiche kennzeichnen oder als Label dienen. Auch sonst wird in den Templates öfter mal drauflos designt und „Informationsarchitektur“ ist ein teures Wort für „Sitemap“.

Es ist schwer verständlich, warum sich solch elementaren Aspekte noch nicht herumgesprochen haben.

Nur On-Site

Verständlich, aber falsch: Eine Agentur kann meist viel an der Website anpassen und optimieren. Doch das ist definitiv nicht alles, das ist Pflicht, nicht Kür. Link Management, Content Marketing, Social Media… nur wer Off Site aktiv ist, wird tatsächlich auf die erste Seite vorstoßen.

Uneinsichtigkeit

Fehler machen wir alle und wir können auch nicht alles wissen. Doch selbst wenn man einen begründeten und nachvollziehbaren Wunsch freundlich formuliert, bekommen unsere Kunden doch zuweilen ziemlich patzige Antworten von ihrer Agentur.

Sicher eines der stärksten Beispiele: Eine Website, die Seiten bei jeder Session neu durchnummeriert. Seite 7 (in der URL!) ist die siebte Seite, die Sie sehen. Dass man damit weder Links setzen und verschicken kann, noch Google in der Lage ist Inhalte einer Adresse zuzuordnen?
„Das braucht man nicht, Keywords in URLs sind schon lange nicht so wichtig.“ (O-Ton Webagentur.)

Nun, keiner so taub wie der, der nicht hören will. Und der Kunde ist glücklicherweise längst auf dem Weg zu einem anderen Anbieter.

Wie macht man es richtig?

REDEN Sie miteinander!

Search-Spezialisten und Webagenturen nehmen einander nichts weg, aber können voneinander lernen. Im Interesse des Kunden zusammenzuarbeiten ist nicht nur erfolgreicher, es macht auch viel mehr Spaß.

Die Webagentur baut die Website, die Search-Agentur schaut, dass technisch alles für Suchmaschine geeignet ist. Bei Problemen wird miteinander abgestimmt, was umzusetzen ist, ob es wichtig ist und ob sich der Aufwand lohnt. Mit gutem Willen ist gemeinsamer Erfolg leicht zu erzielen.