Search 2014: Trends im SEO & SEM

Kategorien: SEO, SEM

Das Jahr 2013 brachte uns eine Menge Veränderungen, vor allem erhöhte Anforderungen und viel Bewegung bei Google.

Deshalb haben wir diesen Leitfaden geschrieben. Entstanden aus den Erfahrungen vieler eigener Projekte, aber auch aus zahllosen Gesprächen mit anderen Experten, auf Konferenzen und im Netz. Damit Sie auch 2014 Erfolg in Suchmaschinen haben!

Zusammenfassung

2014 werden Sie vieles anders machen müssen:

  • Saubere Technik (in Grundlagen und für Fortgeschrittene),
  • neue Konzepte für Inhalte (und viel Arbeit, diese umzusetzen),
  • Link Management (mit stark gestiegenen Anforderungen.),
  • den Umstieg auf Mobile
  • und im SEM eine ganze Reihe von Neuerungen, bei denen Sie den Anschluss nicht verlieren dürfen.

Oh je! So schlimm?
Nun, es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Bevor man sich im Zoo der Google-Updates verirrt sollte man überlegen, ob man seine Hausaufgaben denn schon gemacht hat. Wie steht es bei Ihnen mit der Auswahl der Suchbegriffe, der Technik der Website und den notwendigen Inhalten?

Erst dann sollten Sie sich Sorgen um die Feinheiten machen.

Der Stand der Dinge

2013 war ein wirklich sehr bewegtes Jahr.

Im SEO hat Google die Zügel sehr viel fester angezogen. Panda, Penguin und Hummingbird haben die Regeln für SEO grundlegend verschoben. Gleichzeitig liefert Google kaum noch Daten zu den tatsächlich verwendeten Suchbegriffen („not provided“).

Im SEM wurden die verschiedenen Produktinformationen zusammengefasst in Google Shopping, dazu wurden die Anzeigenerweiterungen massiv ausgebaut. Inzwischen spielen sie sogar eine Rolle für den Qualitätsfaktor: Ohne Erweiterungen steht Ihre Kampagne einfach schlechter da.

SEO 2014: Technik

Man sollte denken, das perfektes On-Site SEO inzwischen eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Doch weit gefehlt: „Informationsarchitektur“ ist ein Euphemismus für „Sitemap“, Formatierung folgt der Form, aber nicht der Funktion und doppelte Inhalte sind an der Tagesordnung.

Die Grundlagen

  • Überschriften und Formatierung
    Eine HTML-Seite muss klar strukturiert sein: Überschrift 1, Überschriften 2, Fließtext, Aufzäh-lungen. Alles, was keine inhaltlich relevante Überschrift ist darf auch nicht als solche forma-tiert werden.

  • URLs
    Ihre URLs sollten kurz, klar und eindeutig sein. Anno 2014 muss das auch Ihr CMS können.

  • Title & Description
    Sie müssen Title und Description pro Seite pflegen und dem Inhalt entsprechend anpassen können.

Für Fortgeschrittene

  • Keine doppelten Inhalte
    Ihre Inhalte sollten eine eindeutige Adresse haben, nicht mehrere. Verwenden Sie Canonical Tags und die Webmaster Tools.

  • Mehr als ein Land
    Haben Sie Inhalte für mehrere Länder, wie Deutsch in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Verwenden Sie mehrere Domains? Bieten Sie gleiche Inhalte für verschiedene Ziel-gruppen?
    Erstellen Sie eine durchdachte Domainstrategie. Dadurch vermeiden Sie das Problem doppel-ter Inhalte (Duplicate Content) und sparen eine Menge Arbeit bei der Pflege Ihrer Sites.

  • Saubere Formatierung
    Sobald Sie strukturierte Daten anbieten, sollten Sie diese auch passend formatieren. Für Produkte gibt es Abmessungen, Gewicht, Preise. Aber auch für fast alles andere gibt es Standard-Parameter.
    Events haben Künstler, Zeit und Ort. Rezepte Zutaten, Kochzeiten und Kalorien. Bei Hotels sind es Zimmertyp, Verfügbarkeit, Extras und Preis. Und so weiter. Strukturierte Daten sind für Suchmaschinen leichter zu interpretieren und damit relevanter. Ihr Ranking wird es Ihnen danken.

SEO 2014: Inhalt

Inhalte werden Ihre größte Baustelle sein. "Content Marketing" mag ein neues Etikett für alten Wein sein. Doch Ihre Inhalte sind das einzige, was Sie im Web zu bieten haben und das Sie von anderen unterscheidet!

Bevor Sie drauflos texten, erst ein paar Gedanken:

1. Zielgruppe & Inhalt

  • Für wen schreiben Sie?
  • Was brauchen und erwarten diese Menschen?
  • Womit kann ich sie überraschen?

Interessenten erwarten Produktspezifikationen und Bewertungen. Kunden wollen Lieferdaten oder Unterstützung, Bewerber wollen andere Dinge wissen als Lieferanten oder Journalisten.

Arbeiten Sie mit Rollen (neudeutsch: Personas), um ein Gefühl zu entwickeln, wer was genau braucht.

2. Medien

Wie bringe ich Informationen am besten an den Mann? Was ist die Zielgruppe gewohnt, was erwar-tet sie? Sind es Texte - und wenn ja, wie sollten sie geschrieben werden? Kann ich mit Grafiken arbeiten? Tabellen? Animationen? Videos? Konfiguratoren? Apps? Spielen?

Glücklicherweise ist vieles einfacher und damit auch preiswerter geworden, als es noch vor ein paar Jahren war. Beginnen Sie ruhig klein, mit Tests, um ein Gefühl für Aufwand, Nutzen und Möglichkei-ten zu entwickeln.

3. Kanäle

Wenn Sie wissen, was Sie wem wie sagen wollen, müssen Sie noch wissen, wo Sie es verbreiten möchten.

Ihr Zuhause ist und bleibt die eigene Website. Nur hier haben Sie alle Möglichkeiten: Niemand redet Ihnen rein und Ihre Daten sind sicher. Zeigen Sie hier alle Inhalte, die Sie haben - leicht zugänglich, nützlich und attraktiv präsentiert.

Danach können Sie schauen, wo sich Ihre Inhalte noch verbreiten lassen. Zunächst auf den eignen Social Media-Kanälen, also Facebook und Google+, ggf. Twitter, Pinterest und anderen Sites.

Anschließend die Plattformen Ihrer Branche. Wo trifft man sich und tauscht sich aus? Liefern Sie hier eigene Beiträge, bringen Sie sich in Diskussionen ein, beziehen Sie Stellung!

Und als letztes machen Sie den Schritt zur Integration. Legen Sie Verbindungen von Anzeigen zur Website, von Messen zu Social Media, vom Katalog zum Konfigurator.

Und warum das Ganze?

  • Zu allererst, weil es Ihnen Ihre Kunden und Interessenten danken werden. Sie zeigen Profil, bieten Mehrwert - und heben sich so angenehm von der Konkurrenz ab. Das macht es leichter, sich im Zweifelsfalle für Ihr Unternehmen zu entscheiden.
  • Zweitens erregen Sie Aufmerksamkeit: Sie werden sichtbarer, man trifft Sie öfter, Sie werden vertrauter.
  • Drittens: Attraktive Inhalte machen es deutlich leichter, Links von anderen Seiten zu bekommen. Der Königsweg des SEOs sind freiwillig angelegte Links.

Und viertens: Google mag es, wenn Sie reichlich aktuelle und relevante Inhalte anzubieten haben.

Mehr Sichtbarkeit in Google bedeutet mehr Besucher, mehr Umsatz - mehr Erfolg.

SEO 2014: Links

2013 war ein hartes Jahr für Linkbuilder. Zum ersten Mal setzt Google seine Forderungen nach Link-qualität konsequent und auf breiter Front durch. Es hagelte Abstrafungen und der Aufwand, wieder in den Index zu kommen, war für viele Unternehmen erheblich. Wenn die Ursache alte Links sind, die quasi in einem anderen Zeitalter angelegt wurden, ist das mehr als ärgerlich.

Insofern war 2013 sicher auch das Jahr, in dem massiv Links ab- statt aufgebaut wurden. Verkehrte Welt...

Jeder Link ist ein guter Link?

Das war einmal. Heutzutage ist jeder Link zunächst verdächtig. Ist er wirklich "natürlich"? Ist die linkgebende Seite gesund und ohne Abstrafungen? Ist der Text sinnvoll, passt er in die Web-site, ist der Link naheliegend?

Link Management ist wichtiger denn je, ist aber auch sehr viel anspruchsvoller geworden.

Analysieren Sie auf jeden Fall Ihr Link Profil, entsorgen Sie die Leichen aus Ihrem Keller und sorgen Sie für klare Richtlinien, wie neue Links aufgebaut werden dürfen.

Gute Inhalte (siehe oben) sind dabei eine enorme Hilfe.

SEM 2014: Grundlagen

Wie im SEO ist im SEM die größte Baustelle die Pflege der Kampagnen.

Beliebtester Fehler: Die Website wird geändert, Seiten bekommen neue URLs - aber der SEM Manager erfährt davon nichts. So laufen Anzeigen ins Leere, was Besucher verärgert und unnötig Geld kostet.

Auch gerne gesehen: Änderungen des Sortiments und der Lagerbestände. Wenn erst fallende Conversion-Raten zeigen, dass ein Artikel gar nicht mehr lieferbar ist, verschwenden Sie auch hier Geld und Goodwill.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website und SEM Kampagnen immer aktuell aufeinander abgestimmt sind.

SEM 2014: Mobile

Haben Sie schon eine Website, die auf Handys funktioniert?
Warum nicht? Googles Devise ist Mobile First. Und da immer mehr Menschen über Smartphones und Tablets ins Netz gehen, muss Ihre Website dort auch abrufbar sein.

Ja, immer mehr Menschen suchen mobil, auch im B2B. Erfolgreiches SEM auf mobilen Geräten erfordert eine mobil-taugliche Seite. Das fordert Google, aber das ist auch aus Benutzersicht naheliegend.

Ob Sie auf Responsive Design setzen oder eine eigene mobile Version anbieten ist egal - Hauptsache, Ihre Website und Inhalte sind überall zu nutzen.

SEM 2014: Erweiterungen

2013 wurden die verschiedenen Kanäle für Produktinformationen endlich standardisiert und zusam-mengefasst in Google Shopping. Jeder, der Produkte in einem Webshop anbietet, sollte seine Pro-duktdaten als Feed ins Merchant Center liefern.

Das Google Display Netzwerk (GDN) wurde stark verbessert, so dass inzwischen eine gute Aussteuerung der Anzeigen möglich ist.

Remarketing ist sowohl im Suchnetzwerk als auch im Displaynetzwerk ein spannender Bereich. Hier können sie Besucher ihrer Webseite gezielt ansprechen und damit sehr günstige Conversions generieren.

Aber auch bei den Anzeigenerweiterungen (den Adwords Ad Extensions) hat sich viel getan. Die ver-mutlich attraktivste Neuerung sind die Bewertungen, die in Adwords zeigen, wie zufrieden die Kun-den mit dem Anbieter sind. Binden Sie Bewertungsmöglichkeiten auf Ihrer Website ein und zeigen Sie, dass Sie Ihre Kunden glücklich machen!

Mehr zu den Erweiterungen auch in Neues in Adwords 2013.

Relaunch 2014

Gehört zu Ihren guten Vorsätzen eine neue Website?

In dem Fall sollten Sie unbedingt unsere SEO-Tipps für den Website Relaunch lesen.
Bei den Details und der Planung helfen wir Ihnen gerne.

So, und jetzt wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches Jahr!