AdWords-Kampagnen mit dem Werbezeitplaner optimieren

Kategorie: SEM

Tipps zur AdWords-Optimierung für effizientere Anzeigen

Häufig fragen sich unsere Kunden, wie sie ihre SEM-Kampagne bei AdWords optimieren um ihr Werbebudget möglichst effizient einzusetzen. Neben den richtigen Keywords und Platzierungen ist der Zeitpunkt, zu dem die Google Anzeigen geschaltet werden ein wichtiger Faktor. Besonders im B2B Online Marketing kann eine Einschränkung der Anzeigenschaltung auf bestimmte Uhrzeiten oder Wochentage sinnvoll sein. Warum das so ist und wie es funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

SEM-Optimierungs-Tool Werbezeitplaner. Wer sollte es verwenden?

Die Anzeigenschaltung mit Hilfe des Werbezeitplaners zu optimieren, bietet sich vor allem in zwei Fällen an. Erstens dann, wenn Ihr Budget begrenzt ist. Anstatt Budget an Zeiten mit nur wenigen oder sehr teuren Conversions zu verpulvern, schalten Sie Ihre Anzeigen nur zu den Zeiten mit der besten Performance.

Aber auch bei ausreichendem Budget ist der Werbezeitplaner optimal, um das Meiste aus Ihrem Budget herauszuholen. Je nach Zielgruppe bzw. Conversionziel kann es auch hier sinnvoll sein, Kampagnen zu bestimmten Zeiten abzuschalten oder Gebote anzupassen.

Im Grunde genommen sollte sich also jeder, der Google Anzeigen nutzt, früher oder später mit dem Werbezeitplaner auseinandersetzen.

Der Werbezeitplaner im B2C: Prioritäten setzen

Im B2C-Geschäft ist eine 24/7 Anzeigenschaltung häufig sinnvoll. Gerade, wenn es um Onlineshops geht, werden mitunter auch zu den unmöglichsten Zeiten Conversions generiert. Allerdings bietet es sich hier an, die Gebote entsprechend anzupassen. Senken Sie Ihren CPC zu Zeiten, an denen nur wenige oder besonders teure Conversions generiert werden. Mit diesem Budget können Sie nun Anzeigen in conversionstarken Zeiträumen zusätzlich pushen.

Bei bestimmten Geschäftsmodellen kann es im B2C aber auch sinnvoll sein, Anzeigen zu gewissen Zeiten komplett abzuschalten. Ein anschauliches Beispiel sind Lieferdienste – morgens um 7:00 Uhr wird wohl nur in Notfällen mal eine Pizza bestellt und ohnehin hat da der Laden in der Regel zu. Daher müssen um diese Zeit auch keine Anzeigen geschaltet werden. Auch Services wie Schlüsseldienste sollten darauf achten, ihre Anzeigen nur während ihrer Geschäftszeiten zu schalten.

Der Werbezeitplaner im B2B: Klasse statt Masse

Bei Google-Anzeigen im B2B-Sektor bietet es sich in der Regel an, die Anzeigenschaltung auf werktags und bestimmte Tageszeiten zu beschränken, um von Geschäftskunden gefunden zu werden. Insbesondere bei Produkten, die auch im B2C-Umfeld mit denselben Suchbegriffen gegoogelt werden, sollten Anzeigen an Wochenenden und Feiertagen pausiert werden. Unsere Erfahrung mit B2B-Kunden hat gezeigt, dass am Wochenende zwar viele Klicks erzielt werden, aber nur wenige Verkäufe. Und die Kosten pro Conversion werden dadurch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten deutlich teurer.

AdWords Werbezeitplaner: Leistung nach Wochentag

Die Auswertung zeigt, dass die Kampagne am Wochenende deutlich schlechter performt als unter der Woche. Hier könnte es sich lohnen, die Anzeigen nur noch werktags zu schalten.

Testen und Analysieren: Die Schritte vor der AdWords-Optimierung

Aber zu welchen Zeiten sollten die Anzeigen nun definitiv abgeschaltet werden, und wann generieren Sie die günstigsten oder meisten Conversions?

Bevor Sie daran gehen können, die Zeiten Ihrer Anzeigenschaltung zu optimieren, müssen Sie als erstes: Testen, testen, testen. Je nachdem, wie häufig Ihre Anzeigen geklickt werden und wie viele Conversions Sie generieren, kann diese Testphase unterschiedlich lang sein. Bei Online-Shops kommt man in der Regel schneller zu Erkenntnissen, als bei Websites ohne Shop. Dort kann die Testphase bis zu zwölf Monate lang sein – denn ein paar hundert Conversions sollten Sie schon auswerten können, um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen.

So testen Sie richtig: Daten sammeln

Wenn es Ihr Budget erlaubt, sollten Sie Ihre Anzeigen zunächst rund um die Uhr und sieben Tage die Woche schalten um möglichst viele Daten zu sammeln und rasch zu Erkenntnissen zu gelangen. Sollte Ihr Budget jedoch begrenzt sein, bietet es sich im B2B in der Regel an, das Wochenende von vorneherein auszuklammern und nur hinsichtlich der günstigsten Uhrzeiten an den Werktagen zu testen. Falls Sie schon über Erkenntnisse aus ähnlichen AdWords-Kampagnen verfügen, können Sie diesen Schritt natürlich überspringen.

Damit Sie zu brauchbaren Daten gelangen und Ihre Kampagnen auswerten können, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Selbstverständlich benötigen Sie ein funktionierendes Conversion Tracking für Ihr Adwords Konto oder zumindest ein Analytics Conversion Tracking, um überhaupt aussagekräftige Daten erheben zu können.
  • Bevor Sie an die Analyse gehen, achten Sie darauf, dass Sie schon ausreichend Daten gesammelt haben. Wenn nach Ablauf Ihrer Testphase noch nicht genügend Conversions generiert wurden, müssen Sie die Testphase wohl oder übel verlängern.

Und was heißt das jetzt? Die Auswertung

Nach einer gewissen Zeit, in der Regel nach mindestens drei Monaten, werten Sie die Performance Ihrer Kampagnen aus. Dazu rufen Sie in Ihrem AdWords-Konto den Tab „Dimensionen“ auf. Details erfahren Sie dann z. B. unter „Wochentag“ und „Tageszeit“. Berücksichtigen Sie saisonale Schwankungen, wenn Sie Ihre Daten betrachten. Auch Branchenevents oder Messen können sich punktuell stark auf Ihre Conversions auswirken und das Bild evtl. verzerren oder zumindest beeinflussen. Vergessen Sie auch die übrigen Faktoren nicht, die Ihre Conversions beeinflussen. Das sind vor allem die Anzeigen Ihrer Konkurrenz, die auf dasselbe Keyword bietet. Die konkurrierenden Anzeigen können die Anzeigenposition und die Kosten pro Klick zu bestimmten Tageszeiten oder an bestimmten Wochentagen beeinflussen.

Nehmen Sie sich in regelmäßigen Abständen Zeit, um sich diese Daten anzusehen und sie zu analysieren. So können Sie auch Ihre Anzeigenschaltung nach und nach immer mehr eingrenzen.

AdWords Werbezeitplaner: Gebotsanpassung nach Uhrzeit

Ausschnitt aus der Tabelle Leistung nach Tageszeit. Die Kosten pro Conversion sind hier vor Beginn der Geschäftszeiten um 6:00 Uhr immens hoch. Diese Kampagne sollte in den frühen Morgenstunden ausgesetzt werden.

Häufig kristallisiert sich im B2B ein Muster heraus, das so oder so ähnlich aussieht:

  • Nach 3 Monaten: Testphase wird zuerst der Sonntag für die Anzeigenschaltung gestrichen.
  • Nach 6 Monaten wird zusätzlich der Samstag entfernt.
  • Nach 9 Monaten werden Anzeigen werktags nur noch zwischen 6 und 20 Uhr geschaltet.
  • Nach 12 Monaten: nur noch bis 19 Uhr.

AdWords-Optimierung: So verwenden Sie den Werbezeitplaner

Die Tage und Tageszeiten, zu denen Anzeigen geschaltet werden, richten Sie in nur drei Schritten in Ihrem AdWords Konto ein. Achten Sie darauf, dass Sie sich bei der Planung in der richtigen Kampagne befinden.

  1. Den Werbezeitplaner finden Sie in Ihrer AdWords-Kampagne im Tab Einstellungen
  2. Nach einem Klick auf die Schaltfläche +WERBEZEITPLANER klicken Sie auf +Benutzerdefinierten Zeitplan erstellen.
  3. Hier können Sie nun ganz einfach die Tage und Uhrzeiten auswählen, an denen Ihre Anzeige ausgespielt werden soll. Beachten Sie bei Anzeigen im Ausland, dass sich Ihr Zielland unter Umständen in einer anderen Zeitzone als in der im AdWords-Konto hinterlegten Zeitzone befindet.

Gebotsanpassungen nach Tag und Uhrzeit nehmen Sie ebenfalls im Werbezeitplaner Ihrer Kampagne vor.

AdWords Werbezeitplaner: Gebotsanpassung nach Wochentag

Gebotsanpassung nach Wochentag.

  1. Suchen Sie im Werbezeitplaner die Zeile mit dem Tag und der Uhrzeit, für die Sie ein Gebot anpassen wollen und wählen Sie in der Spalte Gebotsanp. (für Gebotsanpassung) die entsprechende Zelle aus.
  2. Im nun erscheinenden Drop-Down Menü wählen Sie die Option Erhöhen um bzw. Verringern um aus und geben die entsprechende Anpassung mit einer Prozentangabe ein.
  3. Auf Speichern klicken. Fertig!

Noch Fragen? Wir unterstützen Sie gerne bei der Optimierung Ihrer AdWords-Kampagnen. Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf!